Ausprobieren, Staunen, Deuten, Erfahrungen sammeln

 

  • Wieso kann man im Toten Meer nicht untergehen?
  • Wieso steigt ein Heißluftballon nach oben?
  • Wie hält eine Brücke ohne Nägel und Schrauben?

 

Kinder im Volksschulalter erkunden mit großem Interesse ihre Umwelt, fragen nach Gründen und Zusammenhängen und versuchen auf diese Art und Weise eine erste Vorstellung von ihrer – unserer Welt zu entwickeln.

Diese Neugier gilt es aufzugreifen und in das Zentrum des Unterrichts-geschehens zu rücken, um produktive Auseinandersetzung mit Naturphänomenen zu ermöglichen. Naturwissenschaftliche Bildung liefert auf diese Weise einen grundlegenden Beitrag zu Schlüsselqualifikationen, die man unter den Begriffen Problemlösungsorientierung, kritisches Denken und Kreativität zusammenfassen könnte.

Die Verankerung der Naturwissenschaften im Sachunterricht der Volksschule gewinnt zunehmend an Bedeutung, da Kindern in ihrer außerschulischen Lebenssituation oft wenig Möglichkeit zur freien, konkreten Erkundung ihrer Umwelt haben und ihnen dadurch wichtige Basiserfahrungen fehlen.

 

 

 

Löwenschule forscht

Um dem Ziel gerecht zu werden, der kindlichen Neugier sowie der Lust am eigenständigen Experimentieren auch im Unterricht einen fixen Platz zu geben, etablierten wir im November 2008 eine Forscherwerkstatt an unserem Schulstandort.

Diese ermöglicht interaktives, handlungsorientiertes und somit nachhaltiges Lernen.

Im Zentrum der Forscherwerkstatt stehen vorbereitete Versuche aus den Bereichen Physik, Chemie, Technik und Mechanik, die in fertig vorbereiteten Experimentierboxen zusammengestellt sind. In den Boxen finden sich nicht nur die benötigten Materialien, sondern auch kindgerecht formulierte Anleitungskarten, die den Schülern und Schülerinnen die eigenständige Arbeit ermöglichen. Zu Beginn einer Forscherstunde wählen die Kinder einen Versuch aus, bearbeiten ihn selbständig und stellen diesen ihren Mitschülern im abschließenden „Forscherrat“ vor. Dort zeigen sie, wie das Experiment funktioniert und berichten, was sie beobachtet haben. Gemeinsam werden im Forscherrat Ergebnisse analysiert, passende Erklärungsmodelle gesucht und gewonnen sowie Erkenntnisse und Vermutungen diskutiert.

 

 

 

Auf diese Art und Weise
werden vielerlei Kompetenzen geschult:

Ordnung am Arbeitsplatz schaffen und Überblick bewahren
Genaues Beobachten
Umgang mit Maßen
Logisches Denken
Selbständigkeit
Teamgeist
Lesefertigkeit
Eigenverantwortung
Sprachliche Ausdrucksfähigkeit
Hinterfragen von Versuchsergebnissen
Naturwissenschaftliche Methodenkompetenz
Einordnen der gewonnenen Erkenntnisse in Bedeutungszusammenhänge

 

   

 

Naturwissenschaftliches Forschen – ein Angebot für alle Kinder – gelebte Integration

Entsprechend unsers Menschenbildes war es uns wichtig in der Forscherwerkstatt ein Angebot zu setzen, das den Bedürfnissen aller Kinder gerecht wird. Es wurden daher gleich zu Beginn Experimente und Versuchsanleitungen für Integrationskinder entwickelt, die mittlerweile von allen Kindern gerne in Anspruch genommen werden.

 

 

Der Lehrplan der Volksschule fordert…

„Die didaktischen Überlegungen für den Bereich Technik müssen von der Tatsache ausgehen, dass das Interesse des Grundschulkindes sehr stark auf technische, physikalische und chemische Sachverhalte seiner Umwelt ausgerichtet ist. Neben der unmittelbaren Begegnung mit der Wirklichkeit kommt dem Versuch besondere Bedeutung zu. Er integriert sämtliche fachspezifische Arbeitsweisen und fördert Lernbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und Kooperationsfähigkeit. (…) Durch Vernetzung  des Lernbereiches Technik mit den anderen Bereichen des Sachunterrichts wird die Vertiefung verantwortungsvollen und umweltgerechten Verhaltens angestrebt.“